Baustelle Pfarrheim! Nr. 2
In bunten, warmen Farben lädt das Titelbild des Pfarrblattes mit einem Baustellenbild zum Firm-Festgottesdienst am 6. Juli 2026 in Herz Marien ein:„Baustelle Leben“ heißt das Motto. Mit Gebet, Handauflegung und den Worten „N., sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Hl. Geist“ wird unseren Kindern/Jugendlichen as Firmsakrament gespendet. Gestärkt durch den Hl. Geist sollen sie ermutigt durch die Kraft des Glaubens ihren Platz in einem glücklichen Leben (weiterhin) finden – ein Leben, das sich immer wieder wandelt und ändert in seinen Herausforderungen und „Zu-Mutungen“ …
Auf einer Baustelle müssen sich die verantwortlichen Mitarbeiter/innen mit dem Architekten den aktuellen Herausforderungen stellen. Trotz sorgfältiger Planungen gibt es immer wieder „Überraschungen“. Wie auf unserer Baustelle der Pfarrheim-Sanierung: Im Rahmen der Vorbereitungen zur Dachöffnung für eine neue Lichtkuppel im Foyer wurden beim Ausbau zweier Bestands-kuppeln erhebliche Fäulnisschäden am Holzbohlenkranz festgestellt. (Foto: Purucker) Über Jahre ist Feuchtigkeit eingedrungen. Um Folgeschäden zu vermeiden, sollen nun alle Bestandskuppeln im Pfarrheim erneuert werden, was zu einer Kostenmehrung führt.
Baustelle Kirche: Auch die Verantwortlichen in der Kirche(nleitung) müssen sich immer neuen, aktuellen Herausforderungen stellen. Kirche ist vor 2000 Jahren geworden: Die Apostelgeschichte (Apg 2,44-47) erzählt, wie die ersten Christinnen und Christen lebten: Sie unterstützten Bedürftige, brachen in ihren Häusern das Brot, lobten Gott und hielten in Freude und dankbarem Herzen zusammen. Der „neue Weg“, wie unser christlicher Glaube damals auch hieß, war ungemein attraktiv; viele Frauen, Männer und Kinder kamen zum Glauben, weil sie darin zum Glück ihres Lebens fanden.
Wie kann christlicher Glaube in seinen Wurzeln von EINANDER-HELFEN, GLAUBEN-VERKÜNDEN, GEMEINSCHAFT-ERFAHREN UND GOTTESDIENST-FEIERN „verheutigt“ werden? Welche Baustellen-Reformen sind dazu im Blick auf Ökumene, Ämter-Frage für Frauen und anderes mehr notwendig? Dazu braucht es Mut, ein prüfendes Herz und Weitblick, der in Tiefe heutiger Zeiten sieht. Mögen unsere Firmlinge, mögen wir alle dazu beitragen, dass sich Kirche immer wieder „verheutigt“, wie es das zweite Vat. Konzil einmal wagte!
Es grüßt Sie M. Stempfhuber
