Wer und was ist Kolping?

 


Zum Artikel: → Leben und Wirken Adolph Kopings 


Kolpingsfamilie St. Bonifaz / St. Georg Regensburg

Die Kolpingsfamilie St. Bonifaz / St. Georg gehört zur gleichnamigen Pfarrgemeinde im Westen der Stadt Regensburg, im Ortsteil Prüfening. Sie ist eine von 2 800 Kolpingsfamilien im Kolpingwerk Deutschland.

Ein bestimmendes Merkmal in der Arbeit unserer Kolpingsfamilie ist das ehrenamtliche Engagement. Neben dem generationenübergreifenden Tun spielt zunehmend die zielgruppenorientierte Arbeit eine Rolle, wo es darum geht, Menschen mit ihren je spezifischen Interessen und Bedürfnissen in besonderer Weise anzusprechen.

Der Name Kolpingsfamilie für unsere örtliche Gemeinschaft ist mehr als nur ein Name. Er drückt aus, dass zwischen den Mitgliedern ein besonders vertrautes Verhältnis sein soll und die KF eine Solidargemeinschaft bildet.

Der familienhafte Charakter wird auch dadurch betont, dass Männer und Frauen, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam die Kolpingsfamilie bilden und dass das Gespräch zwischen den Generationen und Geschlechtern, das gemeinsame Handeln ein prägendes Merkmal ist.

Die Mitglieder der Kolpingsfamilie bekennen sich zu Jesus Christus und seiner frohen Botschaft. Die Kolpingfamilie hat dabei nicht nur Platz für den, der in seinem Glauben schon gefestigt ist, sondern möchte ganz bewusst auch ein Angebot sein für Menschen, die in ihrem Glauben noch Suchende sind.

• Wir laden ein und machen Mut zur Gemeinschaft.

• Wir handeln im Auftrag Jesu Christi.

• Wir nehmen uns Adolph Kolping zum Vorbild.

• Wir sind in der Kirche zu Hause

• Wir sind eine Generationen übergreifende familienhafte Gemeinschaft.

• Wir öffnen Perspektiven für junge Menschen.

• Wir begleiten Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Bildung.

• Wir vertreten ein christliches Arbeitsverständnis.

• Wir verstehen uns als Anwalt für die Familie.

• Wir leben verantwortlich und handeln solidarisch.

Kolpingsfamilie St. Bonifaz / St. Georg, Regensburg

 

 


 

 

 

Was ist an Idee und Wirken Kolpings von zeitloser Aktualität?

Thesenhaft dazu folgende Hinweise (entnommen aus der Web-Präsentation des deutschen Kolpingwerkes; dort können Sie Genaueres erfahren (http://www.kolping.de/index.html) :

Bestimmung des Menschen (christliches Menschenbild)

Zweifellos ist und bleibt es aktuell, Menschen (Christen) immer wieder auf ihre Bestimmung (im Sinne auch und gerade einer konkreten Herausforderung bzw. Aufgabe für die individuelle Lebensgestaltung) hinzuweisen. Vielleicht ist dies heute nötiger als zu Kolpings Zeiten, wo doch ein zunehmender ‘Verzicht’ auf weltanschauliche Orientierung und Bindung festgestellt werden kann.

Hilfe für Menschen in bedrängter Lage (Hilfe zur Selbsthilfe)

Konkrete (im weitesten Sinne verstandene) gesellschaftliche Gegebenheiten und Problemlagen sind in der Welt von heute außerordentlich vielschichtig und unterschiedlich. Sicher aber gibt es kein einziges Beispiel dafür, dass es irgendwo auf der Welt absolut ‘problemlos’ zuginge. Überall gibt es Menschen in Not; überall bedürfen Menschen der Hilfe und Zuwendung, der Solidarität und der Gerechtigkeit. Der Begriff ‘Not’ darf dabei nur nicht auf eine materielle Dimension reduziert werden. Auch Kolping selbst hat sehr wohl Dimensionen von sozialer und geistiger Not erkannt und in seiner Arbeit berücksichtigt, immer aber unter dem Aspekt der Hilfe zur Selbsthilfe.

Bedeutung von Gemeinschaft  (Heimat)

Als zugleich Individuum und Sozialwesen ist und bleibt Mensch auf die (gemeinschaftliche) Verbundenheit mit anderen angewiesen, ob er dies nun wahrhaben will oder nicht. Nach wie vor auch bedeutet das gemeinsame Tun zur Erreichung bestimmter Zwecke einen entscheidenden Vorteil gegenüber einem bloß individuellen Bemühen. Insofern bleibt auch das Konzept der Gemeinschaftsbildung aktuell, ist es vielleicht sogar noch aktueller geworden angesichts mannigfaltiger Entwicklungen in Richtung auf immer stärkere Individualisierung und Vereinzelung des Menschen.

Notwendigkeit zur Weltgestaltung (Weltverantwortung des Christen)

Mit seinen Gedanken zur aktiven und unmittelbaren Weltverantwortung des Christen scheint Kolping geradezu von prophetischer Weitsicht, nachdem doch weithin eher ein eng verstandenes Bemühen um 'Rettung' der eigenen Seele im Vordergrund stand. Themen und Probleme wie Globalisierung, internationale Gerechtigkeit und Solidarität, Bewahrung der Schöpfung waren zu seiner Zeit (noch) nicht aktuell. Um so aktueller sind heute diese Gedanken!

Christliches Gesellschaftsverständnis (Katholische Soziallehre)

Kolping hat mit seinem Wirken Grundelemente der erst viel später ausformulierten katholischen Soziallehre praktisch geprägt und gewissermaßen vorweggenommen. Im Kern geht es hier um die Überzeugung von bestimmten zentralen ‘Wahrheiten’ (vor allem die Prinzipien Personalität, Solidarität und Subsidiarität), die das Zusammenleben des Menschen in Gesellschaft bestimmen müssen (sollen), wenn gesell- schaftliches Leben der Würde und Bestimmung des Menschen entsprechen soll. Wer könnte bestreiten, dass dieser Aspekt wiederum heute von eher noch größerer Bedeutung ist?!   

Wesentliche Hinweise verbinden sich auch mit dem Begriff Weggemeinschaft. Zu den immer wieder genannten Grundhaltungen Kolpings gehören auch Traditionsbewusstsein und Fortschrittswille. Genau in diesem nicht alternativ oder gar konkurrierend, sondern sich ergänzend verstandenen Begriffspaar liegt der Schlüssel zum 'Erfolg', liegt die Antwort auf die Frage nach dem richtigen Ansatz oder Weg, wenn es darum geht, Bewährtes aus der Vergangenheit in der Gegenwart lebendig zu erhalten.

 

 

 

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