Mit großer Bestürzung müssen wir erneut von einem Diebstahl an unserer Kirche berichten. In der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 2026, an dem auch das Jazzweekend stattfand, wurde ein weiterer Teil der Kupferverkleidung unseres Kirchendachs gewaltsam entfernt: etwa 30 Meter auf der Ostseite der Kirche, dazu der gesamte Blitzableiter auf dem Kirchenflachdach. Die Täter gingen wie
beim letzten Mal, das fast genau ein Jahr her ist, mit erheblicher Rücksichtslosigkeit und Raffinesse vor, denn der betroffene Bereich des Daches war durch die umliegenden Bäume von außen schwer einsehbar.
Zurück bleibt ein erheblich beschädigtes Kirchendach. Nun stehen erneut aufwändige Sicherungs- und Reparaturarbeiten bevor; allerdings konnten die Schäden des letzten Diebstahls noch nicht ganz beseitigt werden. Die Kirchenverwaltung plant zudem präventive Maßnahmen, um einen weiteren Diebstahl zu verhindern. Der entstandene Schaden ist aber nicht nur materieller Natur. Der immaterielle Schaden wiegt schwer, denn unsere Kirche ist ein Ort des Glaubens und der Gemeinschaft. Dieser Angriff auf unser Gotteshaus verletzt daher auch das Empfinden unserer Pfarrgemeinde. Es macht betroffen, dass ein sakraler Ort
auf diese Weise missachtet wird.
Wir hoffen, dass die Verantwortlichen ermittelt werden. Dabei wäre eine große Hilfe, wenn Zeugen, die künftig nachts sonderbare Geräusche hören, unbefugte Personen auf dem Kirchendach sowie einen Lieferwagen in der Nähe der Kirche wahrnehmen, sofort die Polizei anrufen unter 110. Diese Bitte richtet sich insbesondere an die Bewohner der umliegenden Hochhäuser mit Blick auf
unsere Kirche.
Unser Dank gilt allen, die ihre Anteilnahme zeigen und unsere Gemeinde in dieser schwierigen Situation unterstützen. Wir halten daran fest, dass unsere Kirche ein Ort ist und bleiben soll, der Sicherheit, Zuversicht und Geborgenheit ausstrahlt.
Pfarrer Martin Stempfhuber Kirchenpflegerin Prof. Dr. Katrin Boeckh